Shotokan

Karate-Do

Geschichte

Begriffe

 

Gichin Funakoshi

(Gichin Funakoshi)

topdownDie Kampfkunst Karate-Do:

Die alten asiatischen Kampfsysteme waren neben der körperlichen Ausbildung dazu entwickelt worden, den Übenden zu einem reifen und disziplinierten Menschen zu erziehen. Durch die bedingungslose Hingabe an die Sache, zu der ein hartes, lebenslanges Training gehörte, sollte der Übende sich von egoistischen Zielen lossagen.

Der kämpferische Aspekt des Karate-Do bestand darin, sich mit bloßen Händen in einem Kampf auf Leben und Tod gegen einen bewaffneten Gegner verteidigen zu können, was eine andere Ausbildung voraussetzte als das Bestehen in einem sportlichen Wettkampf.
Leider ist das heutige Karate dabei, zu einem reinen Wettkampfsport zu verkommen, bei dem nicht der Sieg über sich selbst, sondern über andere das Ziel ist. Die Folgen sind ein sehr eingeschränktes technisches Repertoire, sowie mangelnde Auseinandersetzung mit den eigentlichen Inhalten der Kampfkunst.

topdownDie Geschichte des Karate-Do:

Die Ursprünge der Kampfkünste gehen bis in das zweite Jahrtausend v. Chr. zurück. Zur Erschließung der Lebensenergie (chin. Chi, jap. Ki) entwickelte man spezielle Atem- und Gymnastikübungen, wodurch die Übenden physisch und psychisch in bester Verfassung waren. Durch die allmähliche Umwandlung zu Übungen mit mehr kämpferischem Charakter, konnte man die gesundheitlichen Vorteile mit dem kämpferischen Nutzen verbinden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde dieses System immer weiterentwickelt.
Von dem chinesischen Shaolin Kloster ausgehend, verbreitete sich die Kampfkunst über ganz Asien und als im 14. Jhd. einige Chinesen nach Okinawa übersiedelten, vermischte sich das chinesische Kampfsystem mit der, auf Okinawa entwickelten Kampfkunst, "Tode". Aus dieser Synthese entwickelten sich viele Stilarten, unter anderem auch das heute in Europa am weitesten verbreitete "Shotokan", welches auf Gichin Funakoshi und seinen Sohn Yoshitaka zurückgeht.

 

Was ist Shotokan?

Die wörtliche Übersetzung ist in der Rubrik "Wichtige Begriffe" erklärt. Welche Bedeutung hat dieser Name aber für den Inhalt des Training?
An dieser Stelle muß man wohl etwas weiter ausholen, denn genau genommen gibt drei verschiedene Shotokan Stile.

1. Gichin Funakoshi

Der erste geht direkt auf Gichin Funakoshi zurück und basiert auf der Idee eines alle Stile vereinenden Karates, das mehr auf körperliche und geistige Erziehung ausgelegt war, als auf die Vermittlung der Fähigkeit zu kämpfen. Die Anfänge dieser Methode sind auf einen Meister Gichin Funakoshis zurückzuführen, auf Anko (oder Yasutsune) Itosu, die heilige Faust von Shuri-te.

Anfang des 20. Jahrhunderts war Okinawa um Anerkennung durch das Kaiserreich Japan bemüht. Da Japan sehr viel Energie in den Aufbau und die Ausbildung seines Militärs steckte, versuchte die Regierung Okinawas das Karate (damals noch Tode Jitsu genannt) als ideale Kampfkunst für die Soldaten zu propagieren.

Da es aber sehr viele Stile auf Okinawa gab, mußte eine einheitliche Form der Techniken und der Trainingsmethoden entwickelt werden. Ferner war es notwendig komplexe Formen zu vereinfachen, so dass es möglich war, sehr große Gruppen gleichzeitig zu unterrichten. Getestet wurden neuen Methoden an den Grundschulen Okinawas, was den Kritikern des Shotokan heute noch die Floskel abringt, Shotokan wäre für Kinder entwickelt worden. Dies ist vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen obwohl man gestehen muß, dass heute vielerorts das gelehrte Karate nicht mal diesen Ansprüchen genügt, was aber eher auf die mangelnde Ausbildung der Trainer und die Fokussierung auf Turniere und den Breitensport zurückzuführen ist, als auf den Stil als solchen.

Nachdem Gichin Funakoshi begann, in Japan Karate zu lehren, kam er natürlich auch mit japanischen Kampfkünsten in Kontakt. Seine Freundschaft mit Jagiro Kano (Gründer des moderne Judo) hatte großen Einfluß auf beide Kampfkünste.

Den größten Einfluß auf die Arbeit von Gichin Funakoshi hatten allerdings die Schwertkämpfer. Die größere Distanz und die Betonung der Einzeltechnik veranlaßten Meister Funakoshi dazu, die Stellungen länger und tiefer ausführen zu lassen und großen Wert auf die Dynamik und Kraft jeder einzelnen Bewegung zu legen. Dieses Prinzip nennt sich das O-Waza (große Technik) Prinzip. Selbstverständlich war es nie die Idee mit diesen großen Techniken zu kämpfen (Timing und Distanz sind im "echten Kampf" vollkommen anders). Gichin Funakoshis Idee war, das man es durch sehr langes und hartes Training erreicht, die enorme Energie einer Technik, die man auf dem großen Beschleunigungsweg entwickelt, auch in einer Ko-Waza (kleine Technik, realistische Ausführung) zu entwickeln. Dies ist einer der Gründe, warum das Training bei Gichin Funakoshi sehr viele Formübungen und nur stark stilisierte Kumiteabläufe enthielt, was gerade die jüngeren seiner Schüler oft enttäuschte.

Zu seinen Schülern zählten auch Masutatsu Oyama (Kyokushinkai) und Kwon Jae Hwa (Tae Kwon do) deren Motivation zur Entwicklung eines eigenen Stils wohl auch hier zu finden sein dürfte

Inwieweit das O-Waza Prinzip für Meister Funakoshi wirklich neu war, kann aus heutiger Sicht wohl nie ganz geklärt werden, denn es gibt Berichte, dass er von Anko Azato einen geheimen Stil lernte (Tigerstil genannt) der auf dem Schwertkampfstil Jigen-ryu basiert. Dieser Stil ist eben für seine großen und kraftvollen Techniken bekannt. Es wird berichtet das alleine von einer Jigen-ryu Blocktechnik manchmal die Arme der Gegner brachen.

Gichin Funakoshi selbst nannte seine Kunst immer nur Karate-Do, der Name "Shotokan" wurde von anderen gegen seinen Willen eingeführt, denn ein Stilname bedeutet Abgrenzung statt Öffnung und wer Karate, wie Meister Funakoshi, als lebenslanges Studium begreift oder auch wer das Bestehen im realen Kampf als Ziel seines Trainings ansieht, wird schnell verstehen, das gerade das "Wildern" auf fremden Terrain erst zum waren Verständnis führen kann. Eine Beschränkung von Techniken (dies ist eine Shotokantechnik und das nicht) war nie Sinne des Erfinders, denn sein Anliegen war das Maximieren von Energie und Kraft, was im ersten Step nur stilisierte und kontrollierbare Techniken (alleine schon zur Schonung des eigenen Körpers) zuläßt. Die Auswahl der anwendbaren Techniken gibt der reale Kampf vor und der hat bekanntermaßen nur eine Regel: Wer am Schluß noch steht hat gewonnen.

Auf die weiteren politischen und historischen Details soll hier aber nicht weiter eingegangen werden. Zusammenfassend sei noch gesagt dass sich Gichin Funakoshi mit der Idee perfekte Soldaten auszubilden nie so recht anfreunden konnte, sondern wie bereits oben erwähnt eher die Charakterschulung in den Vordergrund seines Trainings stellte.

2. Gigo Funakoshi

Das zweite Shotokan geht nun auf Gichin Funakoshis Sohn, Gigo (oder Yoshitaka) und seine Senpai zurück. Dieses waren im einzelnen die Meister Shimoda, Hironishi, Egami und Okuyama.

Gichin Funakoshi übergab seinem Sohn Ende der dreißiger Jahre die Leitung im Shotokan, die dieser bis zu seinem Tod 1945 gemeinsam mit seinen Senpai mit viel Ehrgeiz und Erfolg nutzte um die Kunst seines Vaters weiter zu entwickeln.

Er "übersetzte" zahlreiche weitere Techniken und Kata in das O-Waza Prinzip. So besaß das Trainingskonzept von Gichin Fonakoshi 5 Kata (Grundkata der Heian Reihe nicht mitgezählt) und das seines Sohnes über 20. Nach Aussage von Meister Kase hat Gigo Funakoshi auch den Mawashi-Geri in das Shotokan eingeführt. Die Behauptung, das dies durch Nakayama geschah, hat eher politische Gründe.

Ferner wurde das Shotokan unter Gigo Funakoshi sehr kämpferisch. Es wurde sehr viel Wert auf hartes, realistisches Kumite Training gelegt. Angesichts des Krieges hatte das Training immensen Zulauf. Gigo Funakoshi und Okuyama leiteten einige Jahre die Ausbildung von japanischen Spezialeinheiten.

Meister Kase formulierte es mal so: "Der Unterschied zwischen dem Karate von Gichin und Gigo Funakoshi ist, dass das Karate des Sohnes im Ernstfall vielfach erprobt und bewiesen wurde."

Auf Grund seiner schweren Krankkheit (Tuberkulose) zog sich Gigo Funakoshi immer mehr aus dem Trainingsbetrieb zurück, trainierte aber dennoch regelmäßig für sich selbst weiter. Meister Kase erinnerte sich, dass Gigo Funakoschi außerhalb des Dojos schwach und ausgezehrt wirkte,während seiner immer seltener werdenden Trainingseinheiten, in denen er regelmäßig die höheren DAN Grade zum Kumite herausforderte, aber eine unglaubliche Vitalität und Stärke besaß, so das seine Gegener ihn nicht besiegen konnten.

Gigo Funakoshi entwickelte auch eine eigene Katagruppe (vermutlich aus drei Kata bestehend), von denen heute nur noch die Ten no Kata erhalten ist.

Nach seinem Tod 1945 übernahm Gichin Funakoshi wieder die Leitung des Traingings im Shotokan. Viele der weiterentwickelten Konzepte konnten somit nicht mehr offiziell trainiert werden, da dies als Beleidigung von O Sensei Funakoshi (so wird Gichin Funakoshi von seinen Anhängern heute noch genannt) angesehen worden wäre, da dieser sie schlichtweg nicht kannte oder vielleicht sogar ablehnte.

Heute sind wahrscheinlich keine direkten Schüler von Gigo Funakoshi mehr am Leben. Sein Konzepte wurden speziell durch Meister Kase weitergegeben. Meister Kase war zwar nach eigenen Angaben Schüler von Meister Hironishi (die Inhalte waren natürlich durch Gigo Funakoshi entickelt), dennoch waren die wenigen Erlebnisse mit Gigo Funakoshi für ihn so prägend, dass er sein Leben der Erhaltung dieser Philosophie verschrieb.

3. JKA

Und nun zum letzten "Shotokan"
Schon während der letzten Lebensjahre von Gichin Funakoshi begann eine Gruppe von Japanern, die Popularität das Shotokan für ihre Zwecke auszunutzen.

Man gründete die JKA und ernannte Gichin Funakoshi gegen seinen Willen zum Ehrenvorsitzenden. Die Entwicklung von Kampfkunst zur Sportart und die Einführung des "Freikampfes" zu Turnierzwecken wurden seinerseits immer kategorisch abgelehnt. Sein Kommentar dazu war: "Man lernt zu spielen, wo kein Platz zum Spielen ist. "Kampf" bedeutete für ihn immer die Außeinandersetzung mit Leben und Tod und nur aus dieser Ernsthaftigkeit konnte eine Reifung des Menschen hervorgehen.

Die Ideale im sportlichen Wettlampf sind selbstverständlich andere, auch wenn man sich selbst heute noch Meister Gichin Funakoshis Ideale plakativ auf die Fahnen schreibt.

Nach dem Tod von Gichin Funakoshi (1957) ernannte sich die JKA zum offiziellen Verband der Shotokan Lehre und Nakayma wurde zum Nachfolger Funakoshis erklärt. Hier sei erwähnt, das Nakayama nur kurze Zeit unter ihm trainierte und Gigo Funakoshi nie kennengelernt hatte. Wie sollte er also deren Stil weitergeben? Nakayamas Talente waren wohl eher politischer Natur, so dass der eigentliche Nachfolger Funakoshis (Egami) bald das Shotokai gründete und zur JKA immer auf Abstand blieb.

Die technischen Inhalte der JKA wurde zuerst von einem ehemaligen Schüler Gichin Funakoshis (Nishiyama) sehr stark geprägt. Da dieser aber als relativ junger Mann nur über ein eingeschränktes technisches Repertoir verfügte, wandte man sich Ende der 50er Jahre an Meister Kase.

Doch auch hier gab es bald unüberbrückbare Differnzen da die Versportlichung des Karate für Meister Kase im starken Widerspruch zu allem stand, was er gelernt hatte, sodass der Bruch nur eine Frage der Zeit war. Die geistigen Prinzipien Funakoshis gingen in der JKA schon schnell verloren, die technischen folgten logischer Weise bald nach.

Traurige Tatsache ist also, dass viele Shotokan Dojos (meißt unwissentlich) nichts mit der eigentlichen Lehre von Gichin oder Gigo Funakoshi zu tun haben.

Der Weg der Kampfkunst zum Kampfsport ist vielerorts abgeschlossen.

Wir hatten das Glück durch die Meister Kase, Shirai, Fugazza, Marchini und Heene sehr viel über die Methoden, speziell von Gigo Funakoshi zu lernen, so dass wir versuchen unser Technikstudium auf diesen Grundlagen durchzuführen.

 

topWichtige Begriffe:

Karate-Do: bedeutet Weg der leeren Hand, zum einen, weil ohne Waffen gekämpft wird und zum anderen, weil der Ausübende frei von negativen Emotionen sein soll.

Shotokan: Shoto bedeutet "Pinienrauschen" und ist der Künstlername, mit dem Meister Funakoshi seine Gedichte und Kalligraphien unterzeichnete. Kan bedeuet Haus. Shotokan war der Name des ersten Dojos von Meister Gichin Funakoshi in Tokio. Seine Schüler gaben seinem Karatestil diesen Namen, er selber jedoch wollte keine Aufteilung des Karate in verschiedene Stilarten.

Dojo: bedeutet Ort des Weges, d.h. der Ort der körperlichen und geistigen Entwicklung im Sinne der Kampfkunst.

Karate-Gi: Der weiße Karate-Anzug, den jeder Übende beim Training trägt, symbolisiert, daß im Dojo jeder Übende den gleichen Stellenwert hat.

Shojinkai: Shojin bedeutet, sich einer Sache völlig hinzugeben und ihr aufrichtig und in ständigem Bemühen zu folgen. Für das Training bedeutet dies vor allem, die Zeit im Dojo ganz dem Karate zu widmen und andere Dinge oder Gedanken außen vor zu lassen.

Bubishi: Frei übersetzt = Aufzeichnungen über die Vorbereitung auf den Kampf. Dieses Jahrhunderte alte Buch, dass landläüfig als "die Bibel des Karate" bezeichnet wird, spielte bei der Enstehung der verschiedenen Stile auf Okinawa eine große Rolle. Seine Enstehungsgschichte ist bis heute nicht endgültig geklärt. Unstrittig ist aber, dass seine Ursprünge in China liegen, und es über verschiedene Wege dann nach Okinawa gelang. Es existieren diverse Versionen dieses Buches, was unter anderem darauf zurückzuführen sein dürfte, dass die okinawischen Meister, während ihres Studiums in China selbst Abschriften des Buches anfertigten und durch zeichnerisches Talent (das Buch enthält auch zahlreiche Darstellungen), Bildungsgrad und persönliche Erfahrungen, die in die Abschrift einflossen, keine1:1 Kopien entstanden. Die interessantesten Arbeiten über dieses Buches sind nach unserer Auffassung die von Patrick McCarthy und Roland Habersetzer, die sich im übgrigen mit unterschiedlichen Versionen des Bubishis auseinandersetzten.

Das Dojokun und das Shoto-nijukun:
Schon früh wurde in den Kampfkünsten das harte körperliche Training mit einem strengen Verhaltenskodex verbunden. Diesen Kodex bezeichnet man in den japanischen Stilen als Dojokun. Die ersten Formen dieses Regelwerkes tauchten bereits im Shaolinkloster auf. Auf Okinawa wurden die ersten Dojokun von Tode Sakugawa aufgestellt.
Im Shotokan unterscheidet man zwischen der Dojokun und der Shoto-nijukun, welche beide von Gichin Funakoshi in der hier präsentierten Form aufgestellt wurden.
Während die 5 Leitsätze des Dojokun primär dazu gedacht waren, im Alltag innerhalb und außerhalb des Dojos den Karateka an seine Verantwortung zu erinnern, denn große Kraft geht immer einher mit großer Verantwortung, so spiegelt das Shoto-nijukun doch schon eine ganzheitliche Philosophie wieder, welche beim näheren Hinsehen "auch" etwas mit Karate zu tun hat. Oder mit anderen Worten gesagt: Beim Dojokun unterstützt das Dojokun das Karate während beim Shoto-nijukun das Karate das Shoto-nijukun unterstützt.

Dojokun

In der Urform der Dojokun, begannen alle 5 Leitsätze mit "1.!" . Dies sollte unterstreichen, das alle Regeln den gleichen Stellenwert besitzen und die Reihenfolge willkürlich gewählt wurde. Im traditionellen Training werden die Dojokun vor oder nach dem Training von allen gemeinsam laut wiederholt.
Dies soll eine Trainingsatmosphäre gewährleisten, in der jeder auf dem schmalen Grad zwischen Unter- und Überforderung an seine max. Leistung herangeführt werden kann.


  Vervollkommne Deinen Charakter.
 
Dojokun
  Verteidige den Weg der Aufrichtigkeit.
 
  Pflege den Geist der Bemühung.
 
  Handle mit Höflichkeit und pflege die Etikette.
 
  Kontrolliere Kampfgeist und Übermut.
 
   

Es gibt natürlich im Wortlaut etwas andere Übersetzungen. Die Grundaussage unterscheidet sich jedoch nicht.

Shôtô-nijûkun

1.
Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.
2.
Im Karate macht man nicht die erste Bewegung.
3.
Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.
4.
Erkenne dich selbst zuerst, dann den anderen.
5.
Intuition ist wichtiger als Technik.
6.
Lerne deinen Geist zu kontrollieren und befreie ihn erst danach.
7.
Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.
8.
Glaube nicht, das Karate nur im Dôjô stattfindet.
9.
Karate üben, heißt ein Leben lang zu arbeiten; darin gibt es keine Grenzen.
10.
Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du "Myo" finden.
11.
Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht beständig erwärmst.
12.
Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie du nicht verlierst.
13.
Verändere deine Verteidigung gegenüber dem Feind.
14.
Der Kampf entspricht immer deiner Fähigkeit, mit Keyo und Jitsu umzugehen (Keyo - unbewacht, Jitsu - bewacht).
15.
Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.
16.
Wenn du den Ort verläßt, an dem du zu Hause bist, machst du dir zahlreiche Feinde. Ein solches Verhalten lädt dir Ärger ein.
17.
Anfänger müssen alle Haltungen ohne eigenes Urteil annehmen, um danach einen natürlichen Zustand des Verstehens zu erreichen.
18.
Die Kata muß ohne Veränderung korrekt ausgeführt werden, im wirklichen Kampf gilt das Gegenteil.
19.
Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell - alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.
20.
Erinnere dich und denke immer an Kufu - lebe die Vorschriften jeden Tag.

 


top
Webmaster: Main IT GmbH&Co.KG